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FuPa: Spielbetrieb - wie könnte es weiter gehen?

SC Hardt, 23.03.2020

FuPa: Spielbetrieb - wie könnte es weiter gehen?

Spielbetrieb - wie könnte es weiter gehen?

Verschiedene Szenarien sind denkbar, aber welche davon sind wahrscheinlich?
Eines ist klar: Die einzig denkbare Variante, die alle Freude des Fußballs landauf und landab begeistern würde wäre die, dass die Saison, wenn auch mit Verzögerung, ein einigermaßen normales Ende nehmen würde. Doch sind wir ehrlich: Wer die Berichterstattung der vergangenen Tage intensiv verfolgt hat, der dürfte davon wohl kaum ausgehen. Doch wie könnte man verfahren, wenn die Saison nicht zu Ende gespielt werden kann? Da gibt es einige spannende Varianten, die man ausdiskutieren wird - womöglich passiert das beim FVN bereits.
 

Fall 1: Die abgebrochene Saison wird so gewertet, wie der aktuelle Tabellenstand aussieht

Zieht man diese Möglichkeit in Betracht, wäre zwar anhand der bestehenden Auf- und Abstiegsregelungen sofort klar, für wen es nach oben oder nach unten geht, doch es würde nahezu unweigerlich zu Protesten kommen. Denn einerseits hätten die Mannschaften dann gegen unterschiedlich starke Gegner ihr jeweils zweites Spiel absolviert, zum anderen hätten die Teams dann zum Teil eine unterschiedliche Zahl von Spielen absolviert. Der SV Hönnepel etwa liegt in der Landesliga, Gruppe 2 um zwei, teilweise drei Spiele hinter den Konkurrenten zurück. Ein Abstieg könnte vor diesem Hintergrund kaum akzeptiert werden. Außerdem müssten die in den Regelungen vorgesehenen Relegationsspiele dann trotzdem ausgetragen werden.

Fall 2: Die Saison wird komplett annulliert

In diesem Fall würde in der Saison 2020/21 in allen Ligen in der gleichen Besetzung wie in der laufenden Spielzeit begonnen. Damit wäre zwar das Problem der Proteste möglicher Absteiger gelöst, die Beschwerden würden aber fraglos von den Teams kommen, die Chancen auf den Aufstieg hatten. Besonders hart würde dieses Vorgehen den Oberliga-Spitzenreiter SV Straelen treffen, der mit einem Bein in der Regionalliga steht und in diesem Fall ganz hart bestraft würde. Hier hat Klub-Boss Hermann Tecklenburg bereits angekündigt, gegen eine solche Regelung vorgehen zu wollen.

Fall 3: Es gibt nur Aufsteiger, aber keine Absteiger

Diese Regelung wurde in den vergangenen Tagen immer wieder diskutiert, und sie hat offensichtliche Vorteile. Denn hier würden die ganz berechtigten Proteste wahrscheinlich ausbleiben, obwohl es auch hier natürlich Härtefälle geben würde, etwa in Konstellationen, wo der Rückstand auf einen Aufstiegsplatz nur marginal ist. Das hätte im Gegenzug in vielen Ligen eine Aufstockung zur Folge - und mehr als 20 Mannschaften würde eine Amateurliga definitiv nicht verkraften - schon das könnte bei einem harten Winter problematisch werden.

Fall 4: Alternative Beendigung der Spielzeit

In der Bundesliga wird gerade darüber diskutiert, ob die Spielzeit vielleicht nach einer Art "EM-Modus" zu Ende gespielt werden kann. Solche alternativen Modi wären natürlich prinzipiell auch bei den Amateuren denkbar. Es könnte theoretisch an verschiedenen Standorten in einem Turniermodus gespielt werden. Auch wurde vereinzelt bereits vorgeschlagen, dass etwa die Top-Sechs in einem Playoff den Meister oder die Aufsteiger ermitteln, analog dazu gäbe es eine Abstiegsrunde. Dieser Plan bringt das Problem mit sich, dass aktuell eben nichts planbar ist - und eine solche Lösung dann bei wohl immer näher rückenden Sommerferien schnell aus dem Boden gestampft werden müsste. Folge wäre wohl auch ein Flickenteppich in den Kreisen.

Fall 5: Chance zur radikalen Umstrukturierung ergreifen

Immer wieder gibt es auch Verfechter des Modells, dass nach dem Kalenderjahr gespielt werden soll. Diese Pläne wurden immer wieder dadurch abgeschmettert, dass es bei der Umstellung einmalig ein halbes Jahr geben würde, mit dem man nicht wirklich etwas anzufangen wüsste, weil den großen Klubs dabei zu viel Geld verloren ginge. Dieses Argument greift nun nicht mehr, weil es ohnehin eine lange Pause gibt. So schlägt etwa Klaus Ernst als Trainer des SSV Grefrath vor, die Saison einfach nach der Sommerpause fortzusetzen und ab dann nach dem Kalenderjahr zu spielen. Spielzeit wäre dann März bis womöglich in den Dezember. Das würde jedoch nur Sinn machen, wenn es bei der UEFA zu einer europaweiten Anstrengung kommt.

 

Welche Lösung bevorzugt ihr: Schreibt uns gerne an fupa@rp-digital.de, oder stimmt auch gerne in unserem Voting ab:

 

Wie würdet ihr verfahren, wenn die Saison nicht regulär beendet werden kann?
Fall 1: Die Saison nach dem aktuellen Stand werten
 
Fall 2: Saison annullieren
 
Fall 3: Es gibt nur Aufsteiger, keine Absteiger
 
Fall 4: Alternatives Modell suchen
 
Fall 5: Saison auf Kalenderjahr umstellen

 

Quelle: https://www.fupa.net/berichte/vfb-korschenbroich-spielbetrieb-wie-koennte-es-weiter-gehen-2638663.html